Ausgezeichnet: Doppelter Erfolg für recalm

Das Hamburger Startup recalm beschäftigt sich mit aktiver Lärmminderung, um dem Stress- und Gefahrenfaktor Lärm innerhalb von Fahrzeugkabinen von Bau- und Landmaschinen entgegenzuwirken. In den vergangenen Wochen erhielt das junge Unternehmen hierfür wichtige Auszeichnungen.

 

Anfangs war recalm Teil des BizLab Accelerator-Programms von Airbus. Das Startup wurde durch das EXIST-Stipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert. Zudem gab es Unterstützung vom InnoRampUp Förderprogramm der Hamburgischen Investitions- und Förderbank. Das Team besteht aus Marc von Elling (CEO), Martin Günther (CTO), Ralf Ressel (CFO) und Lukas Henkel (COO).

Seit Sommer 2017 hat das junge Unternehmen dann am Startup Dock der TUHH in Hamburg-Harburg „angedockt“. Dort wurden erstmals die Prototypen entwickelt, um die Funktion des Systems nachzuweisen. Erste konkrete Praxistests mit Pilotkunden aus dem Bau- und Landmaschinenbereich finden seit dem Frühjahr 2018 statt. Im selben Jahr gewann recalm auch den Gründerwettbewerb Digitale Innovation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Dieses Jahr konnte das Startup an den Erfolg anknüpfen und gewann den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2019 in der Kategorie „Newcomer“. Zudem erhielt das vierköpfige Team kürzlich im Rahmen der Landwirtschaftsmesse „Agritechnica 2019“ die Systems & Components Trophy der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft.

Prämiert wurde das entwickelte ANCOR-System, welches durch Aussenden eines Anti-Sound-Signals Störsignale aufhebt. Das über eine App gesteuerte System senkt den Lärm innerhalb der Kabine um bis zu 75 Prozent und erhöht so die Sicherheit und die Lebensqualität des Maschinenbedieners. Das Konzept hat die Juroren mit „innovativer, anwenderfreundlicher, maschinenorientierter Technik“ überzeugt sowie durch ein „maßgeschneidertes und differenziertes Design“. „Beide Auszeichnungen sind enorm wichtig für uns. Nicht nur wir als junges Unternehmen eine große Werbefläche in der Branche erhalten, sondern insbesondere auch, weil Fachgremien aus dem Gesundheitssektor offiziell den Mehrwert unseres Produktes akkreditieren und so unsere Vision zur Verbesserung der Lebensqualität durch Lärmreduktion unterstützen.“ sagt von Elling.
 

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