Dr. Christina Frehse (oben links im Bild, beyourpilot/DESY) im Gespräch mit Christoph Birkel (oben rechts im Bild, Tempowerk) und Dr. Matthias Allmendinger (unten im Bild, Taxdoo)
Der Senator für Wirtschaft und Innovation, Michael Westhagemann (links im Bild), begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Video-Botschaft
Die Hamburger Künstlerin Julia „Zeichenkind“ Bach skizzierte für die eintrudelnden Zoom-Teilnehmer live und auf Zuruf

Dritte virtuelle beyourPilot’s Lounge: Netzwerk und Finanzierung im Fokus

Am 21. Oktober 2021 fand zum dritten Mal die beyourPilot’s Lounge im virtuellen Rahmen statt. Hierzu waren alle Gründerinnen und Gründer aus dem beyourpilot-Verbund zum digitalen meet&match eingeladen, um sich in geselliger Atmosphäre zum Thema Finanzierung auszutauschen. Die nächste Lounge soll in einem halben Jahr stattfinden, dann voraussichtlich in Präsenz.

 

Kurz vor der Pandemie war die erste beyourPilot’s Lounge als eine Netzwerk-Party in Präsenz geplant. Hier sollte sich die beyourpilot-Community im lockeren Rahmen kennenlernen und austauschen können. Zu Zeiten von Corona sind Veranstaltungen, auf denen man sich ungezwungen treffen und austauschen kann, immer noch eine Herausforderung. Insbesondere, wenn man die eigene Community weiter miteinander vernetzen möchte. beyourpilot hat diese nervende Distanz am vergangenen Donnerstag im Rahmen der internen Netzwerk-Veranstaltung bereits zum dritten Mal mit viel Liebe überwunden: 49 fürsorglich bestückte Care-Pakete mit illustrem Inhalt, vom Craft Bier über beyourpilot-Becher bis hin zu einem symbolischen Blumensamen-Set inklusive Erde („Seed-Investment gefällig?“), erreichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vorfeld per Post. Gepackt wurden die Sendungen von der fleißigen Katja Vogler aus dem beyourpilot-Team: „Wir wollten unsere Community mit diesen schrägen Inhalten überraschen, ihnen damit ein Lächeln ins Gesicht zaubern und auf diese Weise auch dem inzwischen verständlicherweise grassierenden Zoom-Überdruss begegnen. Ich bin auf die ersten Ernteerfolge der Safran-Zuchten unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer gespannt“, berichtet sie amüsiert. 

Begrüßung durch Senator Westhagemann

Die virtuelle Veranstaltung begann am späten Nachmittag mit einem lockeren Auftakt, bei dem die Hamburger Künstlerin Julia „Zeichenkind“ Bach für die eintrudelnden Zoom-Teilnehmer live und auf Zuruf zeichnete. Dann erkundigte sich beyourpilot-Projektleiter Philipp Walter, ob die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon die Blumensamen aus dem Care-Paket eingepflanzt haben: „Denn heute geht es darum, wie wir den kleinen Samen, also eure Geschäftsidee, hegen und pflegen, sodass die Idee gedeihen, wachsen und abheben kann!“ In einem anschließenden Video-Gruß wandte sich Michael Westhagemann an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Der Senator für Wirtschaft und Innovation unterstrich die Wichtigkeit von beyourpilot und regte insbesondere den Austausch untereinander an. Dieser begann im folgenden „Snack-Roulette“, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zugelosten Konstellationen gemeinsam ihren Snack aus dem Care-Paket verspeisten, das kann ein dankbarer Gesprächseröffner sein. Hierbei wurden bereits einige Kontakte geknüpft und verfestigt.

Hauptteil: Doppel-Interview zum Thema Finanzierung

Anschließend gab es ein interessantes Live-Interview zum Schwerpunktthema der Finanzierung. Hierfür konnte beyourpilot mit Christoph Birkel vom Tempowerk einen erfahrenen Investor und mit Dr. Matthias Allmendinger von Taxdoo einen umtriebigen Gründer gewinnen. Beide gaben ihre Erfahrungen und Tipps gerne weiter.

Christoph Birkel riet den Gründerinnen und Gründern: „Ihr müsst genug Zeit einplanen, um die richtigen Investorinnen und Investoren zu finden. Von Anfang an nicht an Rechts- und Steuerberatung sparen, damit ihr professionelle Verträge habt. Außerdem: ehrlich sein, flexibel genug im Kopf sein und keine Angst davor haben, sein Geschäftsmodell um 180 Grad zu drehen. Und es sollte klar sein, ob ich ein Unternehmen für meine Kinder aufbauen möchte oder einen schnellen Exit.“ Dr. Matthias Allmendinger hingegen empfahl, keine Anteile gegen Beratungsstunden oder Netzwerk abzugeben: „Nur gegen Geld – dabei aber auch nicht zu viele Anteile veräußern.“ Zudem solle man so früh wie möglich rausgehen und seine Idee verbreiten: „Habt dabei keine Angst, dass diese geklaut wird.“

Zum Ausklang ein entspannter Austausch auf Wonder.me

Nach den inspirierenden Einsichten begann der zweite Teil des Events. Dazu wechselten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Plattform Wonder.me, um in den neuen Gefilden weiter zu networken. Abschließend verkündete Projektleiter Philipp Walter den Ausklang der Veranstaltung bei lockerem Austausch mit open-end. Positiv angenommen wurde hierbei seine Ansage, dass die nächste Lounge in einem halben Jahr in Präsenz stattfinden soll: „Bei allen Vorteilen der digitalen Umgebung: wir alle haben – glaube ich – ganz viel Lust, uns auch mal wieder in Präsenz zu treffen“, sprach er dabei wohl vielen aus der Seele.

Die engagierte Organisatorin der Veranstaltung, Projektkoordinatorin Tatjana Timoschenko von der HAW, zog zufrieden Bilanz: „Aus meiner Sicht war es ein gelungener Mix: Ich hatte tolle Gespräche und nehme wertvolle Insights mit. Es hat sich mal wieder gezeigt: Vernetzung ist alles! Zudem sind wir in der Durchführung digitaler Formate inzwischen ziemlich routiniert und wissen mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln das Beste rauszuholen. Nichtsdestotrotz sehnen wir uns alle nach sicheren Veranstaltungen in Präsenz und danach mit einem Getränk in der Hand miteinander ins Gespräch zu kommen.“