Foto: Nüwiel

EU-Innovationsrat unterstützt sieben deutsche Startups und KMU – Nüwiel aus Hamburg ist dabei!

Es waren bisher insgesamt 13 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Hamburg und Schleswig-Holstein im Accelerator des Europäischen Innovationsrates erfolgreich. Darunter ist nun auch das Hamburger Startup Nüwiel, welches es unter die ersten vier Prozent von etwa 2.000 Mitbewerbern aus 40 Ländern schaffte.

 

„Der Zuschuss wird es uns ermöglichen, unsere eTrailer in weitere europäische Städte zu bringen und die städtische Mobilität von Gütern neu zu gestalten. Ein großes Dankeschön an unser tolles Team für das Engagement und an alle, die uns von Anfang an unterstützt haben“, zeigte sich das Hamburger Startup Nüwiel in der Pressemitteilung begeistert. Die Europäische Kommission hat gerade europaweit 75 vielversprechende Startups und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der bisher größten Finanzierungsrunde des KMU-Pilots des Europäischen Innovationsrates (European Innovation Council, EIC) ausgewählt. Dabei ging es um insgesamt mehr als 278 Millionen Euro. Und Nüwiel ist mit dem weltweit ersten Elektroanhänger für Fahrräder unter den sieben deutschen Unternehmen, die eine Finanzierung erhalten. Seit Bestehen der Finanzierungsrunde ist dies das neunte Mal, dass ein Hamburger Startup die Europäische Kommission überzeugt hat.

Die ausgewählten Unternehmen setzen wichtige Innovationen ein, wie beispielsweise die Schaffung des ersten Internet-der-Dinge-Netzwerks mit kostengünstigen Satelliten, die Herstellung von nachhaltigem Kraftstoff aus organischem Material oder die Entwicklung von Technologien auf Basis künstlicher Intelligenz, um das Leben von Patienten mit schweren Hirnverletzungen zu verändern.

39 der Unternehmen erhalten zudem nicht nur einen Zuschuss, sondern auch eine Beteiligungsfinanzierung. Das Hamburger Startup Nüwiel gehört hier ebenfalls zu den Gewinnern. In einer Pressemitteilung zeigte man sich begeistert: „Wir sind unter den ersten vier Prozent von 2.000 Mitbewerbern aus 40 Ländern. Damit sind wir eines der sieben ausgewählten Unternehmen aus Deutschland und das einzige aus Hamburg“. Betrachtet man Hamburg und Schleswig-Holstein als gemeinsames EEN-Konsortium (EEN = Enterprise Europe Network), sind es bisher insgesamt 13 KMU-Instrument-Gewinner Phase 1 und zwei EIC-Accelerator beziehungsweise KMU-Instrument-Gewinner Phase 2 (SunOyster und Nüwiel).

Dies ist das erste Mal, dass die kombinierte Zuschuss- und Beteiligungsfinanzierung des Europäischen Innovationsrates angeboten wird. Sie ermöglicht ein deutlich höheres Finanzierungsniveau (bis zu 17,5 Mio. Euro pro Unternehmen), um das Wachstum europäischer Unternehmen mit bahnbrechenden Innovationen zu beschleunigen. Die Kommission hat auch eine Vereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank-Gruppe unterzeichnet, um einen speziellen Fonds für die Verwaltung der Kapitalanlage einzurichten.

Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, erklärte: „Der künftige Europäische Innovationsrat wird weitaus mehr Startups in Europa die Chance eröffnen, auch weltweit führend zu werden. Ich freue mich, dass dieses erste Angebot einer kombinierten Zuschuss- und Beteiligungsfinanzierung eine derart hohe Nachfrage seitens der europäischen Start-ups und KMU generiert hat. Dies bestätigt, dass der Europäische Innovationsrat eine Finanzierungslücke schließt und dass es richtig ist, ihn im Rahmen des nächsten EU-Haushalts als eigenständiges Instrument einzurichten.“

Hier kann man die erfolgreichen KMUs sehen. Die Gewinner des letzten Calls erscheinen erst in ein paar Wochen:  https://sme.easme-web.eu/#

 

Hintergrund

Der Europäische Innovationsrat soll ab 2021 Innovationen auf EU-Ebene gezielter unterstützen. Er fasst die wichtigsten EU-Instrumente unter einem Dach zusammen. Damit sollen Innovationen schneller auf den Markt gelangen und dadurch auch Wachstum und Beschäftigung schaffen.

Bereits in der letzten Programmperiode von Horizont 2020 ab 2018 wurden die wesentlichen Elemente des EIC als „erweiterter EIC Pilot“ mit einem eigenen Arbeitsprogramm getestet. Damit wurde die Grundlage für die EIC-„Dachmarke“ geschaffen und die Weichen für das nächste Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, „Horizont Europa“, gestellt. Die Förderinstrumente sind themenoffen gehalten und bieten auch Raum für interdisziplinäre Ideen. Sie zielen auf marktschaffende Innovationen ab, die für radikal neue, bahnbrechende Produkte, Dienstleistungen, Prozesse und Geschäftsmodelle den Weg bereiten. Sie sollen neue Märkte mit großem Wachstumspotenzial in Europa und darüber hinaus eröffnen.