Das Biotech-Unternehmen hat ein Forschungs- und Entwicklungslabor in Luckenwalde. (Foto: GeneQuine)

GeneQuine Biotherapeutics sichert sich über 9 Millionen Euro für die Weiterentwicklung der Gentherapie

Eine Serie A-Finanzierungsrunde in Höhe von 5,4 Millionen Euro und das Einwerben von Wandeldarlehen sowie von Fördermitteln in Höhe von 3,65 Millionen Euro konnte jüngst GeneQuine Biotherapeutics verkünden: Das Hamburger Startup, welches gentherapeutische Arzneimittel zur Behandlung von muskuloskelettalen Krankheiten entwickelt, will damit unter anderem den Lead Kandidaten GQ-303 zur Behandlung von Arthrose bis hin zu einer klinischen Phase 1-Studie weiterentwickeln.

 

„Insbesondere freuen wir uns Pacira BioSciences mit ihrer großen Expertise in der klinischen Arzneimittelentwicklung im muskuloskelettalen Bereich als Investor gewonnen zu haben“, zeigt sich GeneQuine-CEO Kilian Guse zufrieden. Das genannte amerikanische Pharmaunternehmen, welches auf den Bereich Schmerzmanagement und regenerative Medizin fokussiert ist, führt die Serie A-Finanzierungsrunde an. Ebenfalls dabei sind der High-Tech Gründerfonds sowie Noshaq SA. Pacira Biosciences, Inc. und Samum Vermögensverwaltungs GmbH stellen zudem Wandeldarlehen in Höhe von 2,75 Millionen Euro bereit und weitere 900.000 Euro kommen als Fördermittel von der Investitionsbank des Landes Brandenburg.

Michael Westhagemann, Hamburgs Senator für Wirtschaft und Innovation, sah sich bestätigt: „Der Erfolg von GeneQuine Biotherapeutics in der neuen Finanzierungsrunde freut uns sehr, auch weil er zeigt, dass unser Innovationsstarter Fonds bei der Investitions- und Förderbank IFB mit seinen richtigen Investitionsentscheidungen wichtigen Unternehmen und ihren tollen Ideen zum Durchbruch verhilft.“ Das Startup sei eine Erfolgsgeschichte, auch im internationalen Maßstab, so Westhagemann. Bereits im vergangenen Jahr hat das Unternehmen seine Belegschaft erweitert und eine Tochterfirma in Lüttich (Belgien) aufgebaut. GeneQuine hat seinen Hauptsitz im Startup Port in Hamburg-Harburg und wurde dort zwischenzeitlich vom Startup Dock unterstützt. Zudem gibt es ein Forschungs- und Entwicklungslabor in Luckenwalde (Großraum Berlin).

Das Startup entwickelt auf Gentherapie basierende Medikamente zur Behandlung von Arthrose. GeneQuines ehemaliger Lead-Kandidat, welcher auf der gleichen Gentherapievektor-Technologie wie GQ-303 basiert, wurde 2017 an die Pharmafirma Flexion Therapeutics, Inc. (Burlington, USA) verkauft und wird momentan in einer klinischen Phase 1-Studie getestet.

Da die Tierarzneimittelentwicklung ebenfalls ein attraktiver Bereich ist basierend auf niedrigeren regulatorischen Anforderungen, Produktentwicklungsrisiko und Entwicklungskosten sowie signifikant kürzerer Entwicklungszeiten im Vergleich zum Humansektor, entwickelt GeneQuine auch Arzneimittel für Pferde und Hunde.

 

Quelle und weitere Informationen:
www.genequine.com