„Wir maßen uns an, besser als ein Helikopter zu fliegen. Und vor allem deutlich günstiger“, so der Gründer Oliver Zoeller. Foto: Ole Freier

Startup hebt ab: Beagle Systems erhält Aufstiegserlaubnis

Das Drohnen-Startup Beagle Systems hat eine allgemeine Aufstiegserlaubnis für Flüge ohne Sichtkontakt im Land Niedersachsen erhalten. Ein wichtiger Schritt, um Investoren und potentielle Kunden zu überzeugen. Das Team mit Sitz in einem Gewerbehof in Hamburg-Wandsbek entwickelt und produziert Drohnen mit 3D-Druck.

 

Das Startup Beagle Systems entwickelt ein unbemanntes Inspektions- und Transportflugzeug, welches legal ohne Sichtkontakt zum Steuerer bis zu 100 Kilometer lange Flüge absolvieren kann. Damit könnten Stromleitungs- oder Gleiswartungen ohne teure Helikopteranmietungen bestritten werden. Im Fokus der Anwendung stehen jedoch auch medizinische Transporte von Krankenhaus zu Pathologie. 

Zusammen mit seinen beiden Mitgründern Mitja Wittersheim und Jerry Tang sowie dem Rechtsanwalt Dr. Amos Münch als strategischen Partner hat Oliver Zoeller jetzt für die Software-Testbed (eine etwas kleinere Drohne mit weniger Gewicht und Nutzlast, auf der die Software getestet wird) eine allgemeine Aufstiegserlaubnis für Flüge ohne Sichtkontakt im Land Niedersachsen erhalten. Somit kann das Team nun außerhalb von Städten Flüge bis 50 Kilometer Strecke und 500 Gramm Zuladung kommerziell durchführen. „Für uns ist das ein großer Schritt, da wir bisher zwar Investoren und Kunden erklären konnten, dass wir solche Flüge anbieten können, dennoch jedoch eine verständliche Skepsis herrschte“, so Zoeller.

Für geplante Kundenprojekte und sowohl die aktuelle (Wandeldarlehens-) als auch die kommende (Seed-) Finanzierungsrunde kann Beagle Systems somit darlegen, dass ihr Konzept nicht nur technisch funktioniert, sondern auch im strikten Rechtsumfeld in Deutschland umsetzbar ist.

Beagle Systems wird seit 2018 von beyourpilot-Beraterin Dr. Andrea Otto betreut und qualifizierte sich für das EXIST-Gründerstipendium sowie die Förderung InnoRampUp der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg), welche Startups mit Zuschüssen bis zu 150.000 Euro in der Startphase unterstützt.