Hamburg liegt unter den Städten auf Platz drei mit 46 Gründungen im ersten Quartal. (Foto: Pexels)

Statista: Hamburg unter den Top-3 der bisher meisten Startup-Gründungen in 2021

Bereits zum fünften Mal hat Statista mit startupdetector das Gründungsgeschehen der deutschen Startup-Szene analysiert. Dabei landete Hamburg unter den Top-3 der Städte mit den bisher meisten Startup-Gründungen in 2021. Nach Angaben des Bundesverbandes Deutsche Startups besteht durch die Aussetzung der Insolvenzmeldepflicht noch immer Unklarheit, wie viele Startups die Krise nicht überstehen werden. Der Frauenanteil unter den Gründungen stagniert weiter mit 16 Prozent auf niedrigem Niveau.

 

Im ersten Quartal des Jahres stieg die Anzahl der Neugründungen und Finanzierungsrunden von Startups im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut an. Nachdem zu Beginn der Corona-Pandemie viele Gründungsplanungen durch das verunsicherte Umfeld nicht getätigt wurden, kam zügig wieder viel Bewegung in die Branche. Insgesamt wurden 765 neue Startups gegründet. Dies waren rund 40 Unternehmen mehr als noch im gleichen Vorjahreszeitraum. Knapp die Hälfte fokussierte Geschäftsmodelle mit B2B-Ausrichtung.

Etwa 40 Prozent der innovativen Unternehmen wurden in den Branchen Software, Medizin und eCommerce gegründet. Mit 139 neugegründeten Startups bleibt die Softwarebranche die Nummer Eins. Mit 178 neuen Startups ist Berlin weiterhin unangefochtene Nummer eins. Bayern überholt mit 137 neugegründeten Startups die vorherige Nummer Zwei Nordrhein-Westfalen (132). In München allein wurden 84 junge, innovative Unternehmen gegründet, Hamburg liegt unter den Städten auf Platz drei (46). Der Frauenanteil unter den Startups stagniert weiter mit 16 Prozent auf niedrigem Niveau. Mit fast 60 Prozent war ein Großteil der Geschäftsführenden über 30 Jahre alt.

Die Zahl der Startups mit Finanzierungsrunden nimmt ebenfalls weiter zu: Fast 100 mehr Startups als im Vorjahreszeitraum und 20 mehr als im vergangenen Quartal haben im ersten Quartal 2021 Finanzierungsrunden durchlaufen. Im Alter von durchschnittlich 1,4 Jahren durchliefen Startups ihre erste Finanzierungsrunde. Im Vergleich zum Vorquartal tätigten einige Angels und Corporates deutlich weniger Investments, allerdings war das vierte Quartal des letzten Jahres für alle drei Investoren-Gruppen eine Art Corona-Rebound Rekordquartal. Die Zahl der Investments durch Venture Capitalists nahm hingegen deutlich zu.

Nach Angaben des Bundesverbandes Deutsche Startups besteht durch die Aussetzung der Insolvenzmeldepflicht noch immer Unklarheit, wie viele Startups die Krise nicht überstehen werden. Jedoch habe die dynamische Entwicklung auch gute Ansätze geschaffen, um zu gründen.

 

Methodik:

Auf Basis der Daten von startupdetector liefert euch dieses DossierPlus einen detaillierten Überblick zum Gründungsgeschehen im ersten Quartal 2021 und beleuchtet dabei die Auswirkungen der Corona-Krise. Als junge und innovative Unternehmen leisten Startups mit frischen Ideen einen wichtigen Beitrag innerhalb unserer Volkswirtschaft. Doch in welcher Stadt wird am meisten gegründet? Welche Zielmärkte fokussieren Startups? Wie steht es um den Frauenanteil in der Gründerszene und wie gestaltet sich die Finanzierung der jungen Unternehmen?

Das Unternehmen startupdetector ermittelt auf Basis des deutschen Handelsregisters mithilfe eines Algorithmus wöchentlich umfassende Daten rund um Neugründungen und Finanzierungen von Startups in Deutschland.

Quelle und detaillierte kostenpflichtige Studie: https://de.statista.com/statistik/studie/id/73703/dokument/startups-in-zahlen-q1/

Die Aktualisierung der Unterlage erfolgt vierteljährlich. Hier findet ihr vorherige Ausgaben: